~Info-Brief 09-2018

für die 21. KW
18. Mai 2018

Was zu tun ist:

  • Schwarmkontrolle
  • Drohnenbrut schneiden
  • Königinnenzucht
  • Beschickung von Belegstellen
  • Ableger bilden und pflegen
  • Honigernte
  • Trachtbeobachtung

 

Am Bienenstand

Mayen (rr) Erst mit dem kalendarischen Frühlingsbeginn legte die Natur mit der Weidenblüte richtig los.

 

Alles blüht gleichzeitig!

Und dann kam natürlich wieder alles auf einmal. Nicht nur Stein- und Kernobst, auch die Ziersträucher blühen in einer Pracht, die man nur „verschwenderisch“ nennen kann. „Mastjahr“ heißt dieses Spektakel, das den Gehölzen ausreichend Nachkommen sichern soll. Gelb verstaubte Wege und Autos zeugten von dem Überangebot an Pollen der windblütigen Koniferen.

 

Rapsertrag ungewiss!

Wie in den letzten Jahren trockneten späte Ostwinde die Böden oberflächig aus und vielerorts honigte der Raps nur mäßig und ist in wärmeren Lagen durch den Regen der letzten Tage abgeblüht. In Hochlagen ist noch Nektar aus der Nachblüte zu erwarten.

Ob in Mischtrachtgebieten sortenreine Rapshonige zu ernten sind, bleibt abzuwarten. Die ersten Imker haben mit der Ernte begonnen.

Imker, die die anstehende Ernte vorbereiten und stichprobenartig am Bienenstand mittels Refraktometer die Honigreife prüfen, sollten grundsätzlich an mehreren Stellen des Honigraums messen. Selbst verdeckelte Zellen garantieren keinen trockenen Honig.

 

Honig gut gepflegt einlagern!

Wer Honig ordentlich vermarkten möchte, tut gut daran, ihn fertig gepflegt (gesiebt, abgeschäumt und gerührt) in Großgebinden (Eimer oder Hobbocks) einzulagern. Nichts ist ärgerlicher als große Schwankungen des Wassergehaltes bei den verschiedenen Ernten zu registrieren und keine Möglichkeit des Mischens mehr zu haben, weil die Frühtracht schon komplett in Gläser abgefüllt ist.

Wird Frühtracht und Sommertracht miteinander gemischt, ist eine jahreszeitliche Sortenbezeichnung genauso schwierig wie die Abschätzung des Honigtauanteils, um so einen Honig noch als „Blütenhonig“ vermarkten zu können.

Ausreichend für die Vermarktung ist auf jeden Fall die Verkehrsbezeichnung „Honig“, und „Honig“ ist etwas Besonderes, das sollten wir nie vergessen.

Weitere Tipps zur Ernte und Hinweise zur Hygiene im Schleuderraum sind in den Infobriefen 11/2015, 10/2016 und 10/2017 nachzulesen.

Kontakt zur Autorin: Rike Renner
E-Mail: rike.renner@dlr.rlp.de

 

Spendenaufruf

Wenn Sie mit unserer Arbeit zufrieden sind, würden wir uns über eine finanzielle Unterstützung freuen. Fachzentrum Bienen und Imkerei

Kreissparkasse Mayen BLZ: 576 500 10 Konto Nr.: 98029465

IBAN: DE25 5765 0010 0098 0294 65 – SWIFT-BIC: MALADE51MYN

Kennwort: Infobrief

Aber auch die Konten der Fördervereine nehmen Spenden gerne an: Spenden an Apis e.V. Verein zur Förderung der Bienenkunde der Landwirtschaftskammer NRW

Übersicht über neue Faulbrutmeldungen

http://tsis.fli.bund.de

Blühphasenmonitoring

http://bienenkunde.rlp.de/

Varroawetter

www.varroawetter.de

 

Quelle:

http://bienenkunde.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/0/5B300A625864EBCEC1257FD5002FCF0D/$FILE/Infobrief_2018_09.pdf