~Info-Brief 01-2018

3. KW
19. Jan. 2018

Was zu tun ist:

  • Bienenstand kontrollieren
  • Wachs und Honig verarbeiten
  • Imkerliche Fortbildung nutzen

Am Bienenstand

Münster – (mh) Das neue Jahr hat begonnen und wir möchten Ihnen zunächst alles Gute für 2018 und eine erfolgreiche Bienenhaltung wünschen.

Am Bienenstand herrscht derzeit immer noch Ruhe, es wird allerdings nicht mehr lange dauern bis man an den ersten wärmeren Tagen auch die ersten Reinigungsflüge beobachten kann. Aufgrund der doch milden Temperaturen sieht man im Münsterland sogar schon die Blütenstände der Haselnuss. Was uns das Bienenjahr imkerlich bringen wird, ist ungewiss. Sie können sich aber sicher sein, dass wir Ihnen als Bieneninstitute auch in diesem Jahr über unsere Beiträge im Infobrief Fachinformationen zu ausgewählten Themen der Imkerei bereitstellen. Wir wollen Sie umfassend sachlich und fachlich informieren.

Die imkerlichen Außenarbeiten beschränken sich derzeit auf eine regelmäßige Standkontrolle, die Winterbehandlung gegen Varroose sollte längst abgeschlossen sein, es ist aber durchaus interessant bis zu drei Wochen nach der Behandlung den Milbenfall zu zählen. Die höchste Wirkung von Oxalsäuredihydrat ist etwa bei 14 Tagen nach der Applikation der Säure zu verzeichnen, Sie können also davon ausgehen, dass nach 21 Tagen bis zu 95% der auf den Bienenverbliebenen Milben gefallen sind. Auch dieser Wert gibt Ihnen Aufschluss über die Anzahl an Milben, die sich potentiell noch in Ihren Völkern befinden. Manch ein Imker wird sich erschrecken über die relativ hohe Anzahl gefallener Milben. Eine hohe Milbenbelastung kann im Herbst besonders in Gebieten mit hoher Bienendichte durch Reinvasion ausgelöst worden sein.

In den letzten Wochen erreichen uns vermehrt Anfragen zur Wirksamkeit von Oxalsäuredihydrat in der Herbst/Winterbehandlung bei durchbrütenden Völkern. Da es sich in der Regel um sehr kleine Brutflächen handelt, ist trotz vorhandener Brut immer noch eine ausreichende Wirksamkeit gegeben. Hier ist es wichtig, den Varroadruck von den Winterbienen zu nehmen. Es ist also ratsam trotzdem zu behandeln und eine leichte Reduzierung der Wirkung in Kauf zu nehmen.

In dieser Woche ist eine vielbeachtete Veröffentlichung der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim erschienen www.nature.com/ .Es wird darin ein neuer hocheffektiver, varroazider Wirkstoff beschrieben, der in Laborversuchen und Freilandversuchen mit Kunstschwärmen vielversprechende Ergebnisse erzielt hat. Bei aller Euphorie über diese guten Ergebnisse, ist der Weg bis zur Praxisreife und einer anschließenden Zulassung aber noch lang. Wir müssen davon abraten, diese Stoffe in Eigenregie auszuprobieren. Wenn sich die Ergebnisse in Feldversuchen wiederholen lassen, sind sehr gute Voraussetzungen für breitere Behandlungswege mit diesem neuen Wirkstoff gegeben.

Kontakt zur Autorin:

Dr. Marika Harz
Landwirtschaftskammer NRW
Bienenkunde Nevinghoff 40
48147 Münster
Telefon 49 (0)251 2376 663
E-Mail: marika.harz@lwk.nrw.de
www.apis-ev.de

 Interessante und hilfreiche Links
Varroawetter
 Varroabehandlung im Winter
Amerikanische Faulbrut (Ausbrüche und Sperrgebiete)

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Quelle: http://bienenkunde.rlp.de/I