Jahreshauptversammlung

Imkerverein Langenwetzendorf mit Rückblick und Vorschau zur Jahreshauptversammlung 2019

Vorsitzende: Laura Dunse, Wellsdorf 58 07957 Langenwetzendorf

235 Völker – das sind gut 6 Millionen Bienen – und 35 Mitglieder, darunter die Vogtlandwerkstätten Naitschau, das ist die aktuelle Statistik, die die Vorsitzende Laura Dunse zu Beginn ihres Arbeitsberichtes nannte. Damit leistet der Imkerverein Langenwetzendorf, dessen Mitglieder im Umkreis von etwa 10 km zu Hause sind, einen wichtigen Beitrag zur Bestäubungsleistung in den Gärten und auf den Feldern.

Besonders in den letzten 4 Jahren sind viele neue Imker dazu gekommen, die sich alle im Verein gut aufgehoben fühlen. So gibt es nicht nur jährlich vier traditionelle Veranstaltungen – neben der Hauptversammlung eine Standbesichtigung, einen Fachvortrag und die Weihnachtsfeier, sondern auch regelmäßige Stammtische, die für den Erfahrungsaustausch gerne genutzt werden und auch allen Interessierten offen stehen. Außerdem ist man untereinander in einer WhatsApp-Gruppe vernetzt, wo nicht nur kurze Infos weitergeleitet, sondern auch schnell Rat eingeholt werden kann.

Honigschleuder und Wachsschmelzer

Seit letztem Jahr ist der Imkerverein im Besitz einer eigenen Honigschleuder und eines Wachsschmelzer vom VereinWachsschmelzers. Beide Geräte wurden durch den Landesverband Thüringer Imker zu 100 % gefördert und können jetzt von den Mitgliedern ausgeliehen werden. Das ist besonders für Anfänger ein Vorteil, die sich erst nach und nach ihre Imkereiausrüstung zulegen. Mitglieder des Vereins nahmen im letzten Jahr an verschiedenen Veranstaltungen teil, so am Festumzug zur 750-Jahr-Feier in Langenwetzendorf, bei der Vorstellung des Ortes zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und zum „Langen Tag des Naturschutzes“ in Greiz-Waldhaus. Jürgen Roth, seit 34 Jahren Vereinsmitglied, führt in der Regelschule Langenwetzendorf die Imker-AG und mit seiner Frau Marianne die Internetseite des Vereins, wofür die Vorsitzende herzlich dankte. Auf dieser Internetseite findet man neben allen wichtigen Terminen und Informationen auch den Link zur Bienenstockwaage von Vereinsmitglied Gerd Gulich, der damit an einem speziellen Projekt teilnimmt, bei dem die Daten, die durch den Einsatz von Bienenstockwaagen gewonnen werden können, in Deutschland, Österreich und der Schweiz gesammelt und ausgewertet werden. Auch für das laufende Jahr steht das Programm für die Imker schon wieder fest. Und dann gibt es noch ein ganz besonderes Jubiläum im nächsten Jahr, das man würdig begehen will – der Verein wird 2020 110 Jahre alt. Auf der Hauptversammlung wurden dazu schon einmal Ideen gesammelt. Man darf gespannt sein.
A.D.

Weihnachtsfeier 2018

Weihnachtsfeier 2018 in der Waldherberge & Gasthaus „3 Tannen“ in Langenwetzendorf

Jährlich treffen sich die Vereinsmitglieder zu einem würdigen Jahresabschluss und einer gemütlichen Weihnachtsfeier. Eingeladen sind auch die Angehörigen und Familienmitglieder. Ein paar Stunden in gemütlicher Runde wird geplauscht und über vergangene Situationen gefachsimpelt. Ganz nebenbei entstehen dann wieder Vorschläge und Ideen, die im nächsten Jahr interessieren könnten.
Zu dieser Weihnachtsfeier hat unser ältester Imker Erlebtes und Erfahrungen aus seinem  „Imkerleben“ berichtet. Als Kind hat er seinem Vater beim Imkern geholfen, hat so die Zeit vor dem Krieg und die karge Nachkriegszeit miterlebt. Wie geimkert wurde in seiner Kindheit und vor allem auch, wie erfinderisch ein Imker nach dem Krieg sein musste, um seine Bienen erhalten zu können.  (Wir werden später ausführlich darüber berichten!)

Die Stunden vergingen wie im Flug, Fragen über Fragen wurden gestellt und es war eine kurzweilige schöne Weihnachtsfeier.

Weihnachten 2018

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750-Jahrfeier Langenwetzendorf

750 Jahrfeier in Langenwetzendorf

2018 am 07. August (Parkfest in Langenwetzendorf)

Langenwetzendorf feiert 750 Jahre Geschichte. Auch unser Imkerverein beteiligt sich am Umzug und am Gelingen der großen 750-Jahrfeier.  Unser Dorf hat sich geschmückt und es wurden alle aufgerufen, zu diesem großen Event mit beizutragen.

Viele Bilder zeugen hier von der vielseitigen Begeisterung und dem wunderbaren Gelingen der 750-Jahrfeier von Langenwetzendorf. Alle  Beteiligten, sowie die vielen Zuschauer, die zahlreich am Straßenrand mit Begeisterung dem Umzug entgegen sahen, erlebten einen schönen geschichtsträchtigen Tag bei herrlichem Sonnenschein.

750-Jahrfeier in Langenwetzendorf

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Laura, unsere Vereinsvorsitzende

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der Smoker wird angezündet

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Turnerinnen vom TSV

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Der Umzug beginnt

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Die Landfrauen sind mit dabei

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alte Bienenbeuten

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hier gibts "Saure Gurken"

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Der Imkerverein stark vertreten

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Antje Munzert mit Ihren Pflegerinnen

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Anjte Munzert Pflegedienst

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Mobiler Pflegeservice Conny Taut

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Geschafft!

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Schalmeienkapelle von Langenwetzendorf

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Jugendfeuerwehr

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TSV Langenwetzendorf

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Binder: Newsletter April 2018

Liebe Freunde des Angepassten Brutraumes,

nach einem unguten Start für unsere Bienen im Januar (viel zu warm) und den Kälterückschlägen waren Anfang April viele Bienenvölker noch schlecht entwickelt. Etwa ein Drittel der Bestände waren gut, der Rest muss seitdem aufholen. An günstigen Standorten ist seit etwa einer Woche der 1. Honigraum aufgesetzt. Starke Völker tragen jetzt auch schon ein. Es ist zu erwarten dass Bienenstände in höheren Lagen dieses Jahr aufgrund der späteren Vegetation bevorzugt sind.

Videos online

Für alle, die nicht beim letzten Weimarer Bienensymposium waren: Die Videos der Veranstaltung konnten jetzt endlich online gestellt werden. Wir haben die Vorträge von Bernhard Heuvel, Markus Bärmann, Wulf-Ingo Lau, Stephan Scheurer, Reiner Schwarz und Miroslav Sedlaceck aufgezeichnet. Sie können auf der Webseite der Armbruster Imkerschule http://armbruster-imkerschule.de/index.php/texte oder direkt auf you tube angeschaut werden.

Für das 8. Bienensymposium jetzt anmelden

Das 8. Weimarer Bienensymposium findet vom 16. bis 18. November 2018 mit Thomas Seeley in der großen Weimarhalle im Stadtzentrum von Weimar statt. Themen sind Naturwabenbau, die Erneuerung durch den Schwarmtrieb, Entscheidungsvorgänge im Bienenvolk bei der Auswahl der Behausungen, Varroamanagement und neue Aspekte der Völkerführung. Das im Moment veröffentlichte Programm wird im Laufe des Jahres noch ergänzt und erweitert. Bitte meldet Euch jetzt schon an! Für Gruppen ab 20 Personen bieten wir Gruppenkonditionen an. Wer solch eine Gruppe organisieren möchte fordert jetzt bitte die Konditionen an.

Ich habe ein Kontingent von 500 Hotelzimmer vorreserviert, die über folgenden Link gebucht werden können:  https://buchen.thueringen-tourismus.de/wmrbsy/ukv/result?tt=gpd9c2scqp8b1bmvedioa9skv5

Zuchtlehrgang Lutz Eggert

Zuchtlehrgang mit Lutz Eggert vom 15. bis 17. Juni in Jena. Lutz Eggert, ein begnadeter Züchter, führt uns in die Kunst der Kreuzungszucht ein. Neben praktischen Übungen und Vorführungen wie Begattungseinheiten und Pflegevölker verschiedener Größe funktional erstellt werden erhalten wir Einblick in die wirklich professionelle Zuchtarbeit. Wir nehmen nur noch 14 weitere Teilnehmer in die Veranstaltung mit rein. Bitte jetzt anmelden. Das genaue Programm folgt.

Kultur-Studienfahrt Albanien: Letzt Möglichkeit zur Anmeldung

Die Albanien Kultur-Studienreise ist fast ausgebucht. Die Teilnehmerliste wird am 1. Mai geschlossen. Bis dahin sind noch Anmeldungen möglich.

Die nächste Ausgabe von Imkern heute

In den nächsten Tagen erscheint die nächste Ausgabe von Imkern Heute. Die Zeitung kann hier abonniert werden: Reinhard Wernbacher (E-Mail) office@meinesteirische.at Das Deutsche Bienenjournal veröffentlicht weder meine Honigpreisberechnung noch meinen aktuellen Artikel zum Beutenkäfer. In Imkern Heute erscheinen beide Artikel.

Bienenvölker noch verfügbar

Jungvölker Dadant mod: Wir können Angang Mai noch 30 Jungvölker in Ablegerkästen abgeben. Sie sind Öko-zertifiziert, Mittelwände aus Biolandwachs. Stück 225 Euro incl Ablegerbox aus Holz. Bestellung bitte über den Shop von www.honigmanufaktur.com

Volle Honigtöpfe wünscht
Jürgen Binder

Imkerstammtisch im April 2018

Imkerstammtisch im April 2018

Wie schon zur Tradition geworden, wurde unser Imkerstammtisch am 13. April 2018 von unseren Imkern gut besucht. Treffpunkt war dieses Mal die Waldherberge & Gasthaus „Drei Tannen“ in der Jugendherberge Langenwetzendorf. Freunde und zukünftige Imker  fanden auch den Weg zur Jugendherberge, um Näheres über die Imkerei zu erfahren. Der Höhepunkt des Abends, ein Film über die Bienenseuche „Amerikanische Faulbrut“ machte uns betroffen. Der Aufwand für Imker und Tierarzt ist doch beträchtlich. Immerhin müssen bei solchen Verdachtsmomenten alle Völker eines Standes untersucht werden und auch die Bienenvölker, die in Reichweite (ca 3-5 km)  stehen, müssen sich dieser Prozedur unterziehen.
Ansonsten gab es wieder viele Anregungen für junge Imker und für die Neulinge. Der lange Winter mit seinen Wetterkapriolen war Gesprächsstoff und vor allem wieviel Bienenvölker jetzt in die Saison starten können.

Abgucken erlaubt

Ein Imkerfreund gab der Runde gute Informationen, auch über den „Tellerrand“ zu schauen und bot die Monatsbetrachtungen des Imkermeisters Jürgen Binder an. Diese Monatsbetrachtungen sind über den Link oben nachzulesen.

Was kann oder sollte der Imker jetzt unternehmen bzw. unterlassen um den Bienen einen möglichst guten Start zu geben, welche Störungen sind zu unterlassen?
Unser Verein verfügt über Imkererfahrungen von über einem halben Jahrhundert. Ältere Imker, die bereits 60 Jahre imkern, berichten aus Ihrem Erfahrungsschatz und geben unseren Jungimkern Hilfestellung bei den Anfängen der Bienenhaltung.

Auch ein Dankeschön an das Team der Waldherberge & Gasthaus „Drei Tannen“ in der Jugendherberge Langenwetzendorf. Die Versorgung war tadellos, Essen und Trinken war ein Gaumenschmaus.

Imkerverein

Monatsbetrachtungen Feb-April 2018 (Jürgen Binder)

Monatsbetrachtungen von Febbruar bis April 2018

Lesen Sie hier Monatsbetrachtungen (Ratschläge und Tipps) rund um die Bienenhaltung. Jürgen Binder, erfahrener Imkermeister, führt einen Imkereibetrieb mit 100 bis 200 Völkern.
Hier spricht der Praktiker ( www.armbruster-imkerschule.de )


Öffnen Sie die nachfolgenden Links und es erscheinen die Inhalte der PDF- Dateien „Monatsbetrachtungen“

Februar 2018 – Jürgen Binder – Gut Imkern im Angepassten Brutraum
Monatsbetrachtungen

März 2018 – Jürgen Binder –  Die Durchlenzung im März – aus alt mach jung

April 2018 – Jürgen BInder – Brutentwicklung, Hatte das Volk zu wenig Futter? Energiehaushalt

~Erhebung zu Bienenverlusten 2017/2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach den ersten schönen Flugtagen wollen wir wieder unsere jährliche Erhebung zur Überwinterung der Bienenvölker starten.
Sollten Sie bereits einen Überblick über das Geschehen an Ihrem Stand/an Ihren Bienenständen haben, würden wir uns freuen, wenn Sie wieder unsere anonyme bundesweite Erhebung beantworten würden.
Damit können wir dann das Ausmaß der Verluste abschätzen, regionale Unterschiede herausarbeiten und mögliche Ursachen eingrenzen.

Die Ergebnisse werden wir dann wie gewohnt u.a. im Infobrief Bienen@Imkerei  veröffentlichen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

hier geht es zur Umfrage:

https://www.onlineumfragen.com/login.cfm?umfrage=84063

Weihnachtsfeier 2017

Gemütlicher und lehrreicher Jahresabschluss weckte Vorfreude aufs neue Imkerjahr

Die traditionelle Weihnachtsfeier des Vereins mit Kaffee, Stollen und Plätzchen fand dieses Mal in der Gaststätte „Zur Rotbuche“ in Hohenölsen statt, die damit voll besetzt war. Denn nicht nur Mitglieder waren anwesend, sondern auch Familienangehörige, die meist großen Anteil an der Imkerei haben. Für alle war es eine schöne Gelegenheit, sich über das vergangene Imkerjahr auszutauschen, über Erfolge oder Misserfolge zu berichten, Ratschläge zu geben oder einzuholen. Ein ganz besonderes Highlight war der Vortrag von Lutz Eggert, Bienenzüchter aus Jena. Ihn hatte die Vorsitzende Laura Dunse eingeladen und ihn gebeten über seine Arbeit zu berichten. Das tat er mit viel Humor, fundiertem Wissen und interessantem Material. Alles in allem war es ein gemütlicher und lehrreicher Jahresabschluss, der Vorfreude aufs neue Imkerjahr weckte.

Antje Dunse

Standortfragen

Einleitung:

Um sich mit den Bienen vertraut zu machen und erste Erfahrungen mit ihnen zu sammeln, ist für den Anfang ein fester Standort empfehlenswert. Dieser Standort muss sehr sorgsam ausgewählt werden: Er hat großen Einfluss auf den Erfolg der Bienenhaltung. Wird nur mit 1 oder 2 Magazinbeuten begonnen, so lassen sich Aufstellungsfehler im Nachhinein natürlich leicht korrigieren. Problematischer wird es, wenn ein fester Bienenstand oder ein Bienenhaus geplant und realisiert werden soll.

 

Gesetzliche Bestimmungen:

Die Bienenhaltung ist in den meisten Gebieten prinzipiell möglich, doch müssen lokale Besonderheiten beachtet werden.

In Thüringen ist die Bienenhaltung grundsätzlich überall erlaubt. Prinzipiell können Bienenvölker überall aufgestellt werde, sofern die Rechte anderer Grundstückseigentümer und Nachbarn gewahrt bleiben.

Eine neu beginnende Bienenhaltung ist der Thüringer Tierseuchenkasse in Weimar (vergibt Tierseuchenkassen-Nummer) und dem zuständigen Landwirtschaftsamt (vergibt Personen-Ident-Nummer) mitzuteilen.

Am besten, der Neuimker wendet sich an den Vorsitzenden des örtlichen Imkervereins, der ihn sicher gern bei diesen und den folgenden Fragen unterstützen wird.

 

Ungünstige Standorte:

Die Bienen sollten nicht in der Nähe von Großviehanlagen oder Stallungen (Pferde, Rinder, Schweine) auch nicht in der Nähe von Pferdekoppeln aufgestellt werden. Die Ausscheidungen der Tiere erhöhen die Stechlust der Bienen.

Ungünstig ist auch die Nachbarschaft eines Industriegebietes mit giftigen Abgasen, sie verursachen Bienenverluste.

Auch sollte man wegen der ständig vorhandenen Stechgefahr Orte meiden, an denen sich regelmäßig viele Menschen aufhalten (Kindergärten, Schulen Sportplätze, Altersheime, Krankenhäuser).

Zur Zeit des Reinigungsfluges im Frühjahr führen die Verunreinigungen, die die Bienen hervorrufen, bei Autolackierereien, Wäschereien oder ähnlichen Einrichtungen zu Problemen.

Am Standort sollte es keine unregelmäßigen starken Erschütterungen (z. B. in der Nähe eines Steinbruches oder einer Schrottverwertungsstelle) geben, damit die Bienen nicht in der Winterruhe gestört werden.

 

(Micro-) Klimatische Verhältnisse:

An Standorten, an denen sich leicht Kaltluft ansammelt und Nebel entstehen (z. B. in Geländemulden) oder ständig starke Winde wehen (z. B. Höhenlagen), wird die Bienenhaltung stark beeinträchtigt. Ungünstige klimatische Verhältnisse hemmen besonders die Frühjahrsentwicklung der Bienenvölker und beeinträchtigen damit Leistung und Ertrag. Außerdem begünstigen sie Krankheiten.

 

Nahrungsangebot:

Eine wichtige Voraussetzung für die Bienenhaltung ist eine ausreichende Nahrungsgrundlage für die Bienen. Sie muss die Bienen nicht nur ernähren, sondern auch dem Imker einen Mindestertrag an Honig garantieren. Ausschlaggebend dafür ist ein reichhaltiges Angebot an Pollen und Nektar während des gesamten Jahres im Umkreis von etwa 2 km um den Bienenstand.

 

Wasserstelle:

Wasser gehört zu den Lebensbedingungen der Bienen. Solange Flugbetrieb herrscht müssen sie ihren großen Wasserbedarf jederzeit decken können. Da die Bienen das Wasser im Stock nicht speichern, gewinnt eine natürliche Wasserstelle (Bach, Teich) in unmittelbarer Nähe an Bedeutung. Fehlt diese, muss der Imker eine künstliche Tränkstelle in der Nähe seiner Völker schaffen.

 

Umgebung:

Die Bienen brauchen zwar viel Sonne und frische Luft, ungehinderte Sonnenbestrahlung und Windeinwirkung schaden den Bienenvölkern jedoch. Bäume oder Hecken können Windschutz gewähren und können besonders in den heißen Mittagsstunden Schatten spenden. Wenn die Schutzpflanzen den Bienen zusätzlich noch Tracht bieten und sie zum sofortigen Hochflug zwingen, erfüllen sie gleich mehrere Zwecke. Vor allem letzteres hat vielfach große Bedeutung, um Belästigungen der Mitmenschen zu vermeiden. Ein möglichst abgelegener Ort reizt die ein- und ausfliegenden Bienen am wenigsten zum Stechen.

 

Himmelsrichtung der Fluglöcher:

Über die Ausflugrichtung entscheiden die örtlichen Bedingungen, so dass es dafür kein allgemeingültiges Rezept geben kann. Die vorteilhafteste Richtung ist die Himmelsrichtung Südost als Ausflugrichtung, weil die Flugfront so die Morgensonne „aus erster Hand“ erhält und vor den heißen Strahlen der Mittagssonne geschützt wird. Vor einer Ausflugrichtung nach Westen, zur Wetterseite hin, ist ebenso abzuraten wie nach Norden. Die Sonne ist das Lebenselement der Bienen und sollte deshalb nicht ständig von der Flugfront ferngehalten werden. Bei direktem Südausflug empfiehlt sich allerdings ein weit überstehendes Dach oder die schon erwähnte Anpflanzung von Bäumen als Schattenspender für den Sommer. So kann sich das Beuteninnere im Sommer nicht überhitzen. Im Winter bewirken die Schattenspender, dass die Bienen nicht schon bei den ersten Sonnenstrahlen aus dem Stock gelockt werden und in der Kälte erstarren.

 

Nachbarn:

Bienen sind nur in der unmittelbaren Nähe ihres Flugloches angriffslustig, das ist ein normales Schutzverhalten. Bereits in einem Abstand von ca. 3 m ignoriert die Biene normalerweise Menschen, es sei denn, dass die Menschen stark „duften“ oder durch hektische Bewegungen auf sich aufmerksam machen. Werden die Bienen durch natürliche oder künstliche Hindernisse vor der Flugfront gezwungen, hoch zufliegen, so behalten sie diese Flughöhe bis zur Trachtstelle bei.

Es gehört zu den Pflichten eines Imkers, unzumutbare Belästigungen seiner Umwelt von vorn herein auszuschließen. Die Rücksichtnahme auf die Nachbarn steht hierbei an erster Stelle. Alle geplanten Maßnahmen sollten im guten Einvernehmen mit den Nachbarn abgesprochen werden. Durch die Gespräche wird Verständnis für das Vorhaben erreicht, die Nachbarn werden darüber informiert, wie sie sich in der Nähe von Bienen verhalten sollten. Auch später ist es angebracht, bei den Nachbarn das Interesse an den Bienen wach zuhalten und ihnen Einblicke in das interessante Leben zu geben.

Belästigungen können nicht vollständig ausgeschlossen werden (Reinigungsflug, Schwärme), so dass ständig versucht werden muss, Einvernehmen mit den Nachbarn zu erreichen. Es versteht sich von selbst, dass Stecher (besonders angriffslustige Völker) vom Stand verbannt werden müssen. Die Ausflugrichtung sollte nicht direkt in Richtung der Nachbarn zeigen. Soll der Stand in unmittelbarer Nähe des Nachbargrundstücks errichtet werden, muss er durch eine ausreichend hohe und entsprechend lange Schutzwand abgeschirmt werden. Die Bienen sind dadurch gezwungen, das Grundstück des Nachbarn in ausreichender Höhe zu überfliegen, und die Stechgefahr wird eingeschränkt.

 

Öffentliche Wege:

Zu Wegen oder Straßen sollte ein Sicherheitsabstand von 20 m eingehalten werden, um Passanten nicht zu belästigen oder gar zu gefährden. Zusätzlich können die Bienen durch Hecken, Schilfwände, bewachsene Maschendrahtzäune zum sofortigen Hochfliegen gezwungen werden.

 

Bienen in der Kleingartenanlage:

Eigentlich müssten Bienen in Kleingartenanlagen willkommen sein. Die Bienen tragen durch ihre Bestäubungsleistung zu stabilen Obsterträgen in den Kleingärten bei. Problematisch ist, dass die Bienen in einem relativ kleinen Garten aufgestellt werden müssen und damit die Belästigungsgefahr für die Gartennachbarn steigt. Der angeblich verminderte Erholungswert und mangelnde Sachkenntnis (Bienen und Wespen werden nicht unterschieden, ein Insektenstich ist dann gleich immer ein Bienenstich) sind oftmals Gründe genug, die Imker aus den Kleingartenanlagen zu verbannen. In Kleingartenanlagen sind die größten und die am Rande liegenden Gärten für eine Bienenhaltung sehr gut geeignet.

 

Zusammenfassung:

Anfänger sollten den Rat eines erfahrenen Imkers einholen. Die Beuten werden an der höchsten Stelle des Grundstücks, mit den Fluglöchern in Richtung Südost aufgestellt.

Im Abstand von ca. 2 m wird eine Hecke (z. B.: Schneebeere = gute Bienenweide) vor die Flugfront gepflanzt, die die Bienen zum Hochfliegen zwingen.

Befinden sich im Flugkreis der Bienen kein Bach oder Teich, ist für eine Bienentränke (Korken in einem großen Blumenuntersetzer) zu sorgen.

Es sollten mit Rücksicht auf die eigene Familie und auf die Nachbarn „sanfte“ Bienen gehalten werden.

ACHTUNG! Bienendiebe!

Ronny Kern (Steinsdorf) wurden in den zurückliegenden drei Wochen drei besetzte Magazinbeuten gestohlen. Die Magazine sind Eigenanfertigungen (innen Dadant-Maß) und haben vorn und hinten eine farbige Nummer. Auch die Blechdeckel sind Spezialanfertigungen, die es so nicht im Fachhandel zu kaufen gibt.

Wer kann Ronny bei der Wiederbeschaffung seines Eigentums helfen? (Tel.: 0170 6744575).

Im nachfolgenden Artikel aus der OTZ vom 25. Nov. 2017 wendet sich Ronny an die Öffentlichkeit.

Vorbeugende Maßnahmen

  • Magazine und Deckel außen und innen auffällig kennzeichnen
  • alle beweglichen Teile – auch alle Rähmchen – mit dem eigenen Namen versehen.
  • Zur Kennzeichnung Brenneisen (teuer) oder Edding verwenden.

Marcel Hilbert

Belohnung für Tipps zu Bienen-Dieben

Dem Steinsdorfer Imker Ronny Kern wurden bei Wünschendorf drei Bienenvölker gestohlen. Nun ist er verunsichert

Wünschendorf. „Die wussten genau, was sie mitnehmen.“ Ronny Kern deutet auf die U-förmig angeordneten Holzkisten mit Metalldeckel. Mittendrin klafft eine Lücke, seit Mittwochmorgen. Da entdeckte der 40- jährige Berufsimker aus Steinsdorf, dass drei Kisten fehlten. Und damit drei Bienenvölker, die er hier, in einem kleinen, von außen kaum einzusehenden Waldstück für die kalte Jahres zeit stationiert hat. Zeugt schon der Tatort des Bienendiebstahls für ihn davon, dass sich hier jemand auskannte, so wird dies von einem weiteren Indiz in seinen Augen noch unterstrichen: „Es wurden nicht einfach die drei Bienenstöcke weggetragen, die am nächsten zur Straße stehen, es sind ausgerechnet die stärksten Völker, die fehlen.“ Hunderte Völker an 15 Standorten im Kreis

Dass es drei und nicht mehr gestohlene Bienenvölker waren, sei klassisch, sagt er: „Drei solcher Kisten bekommt man in den Pkw, auch wenn sie mit etwa 40 Kilogramm pro Kiste womöglich von zwei Leuten transportiert werden mussten.“ Es ist, glücklicherweise für ihn, nicht seine eigene Erfahrung aus der er spricht, blieb er doch seit Beginn seiner Imkertätigkeit                         2007 von Diebstählen verschont. „Vandalismus ja, aber noch nie wurden Völker geklaut.“ Doch sei er ja im Gespräch mit anderen Imkern, die schon Diebstahlopfer wurden.

Nun muss er sich selbst dazu zählen. „Die Tat muss sich in den letzten 14 Tagen ereignet haben“, sagt er. So lang sei er nicht an der Stelle bei Wünschendorf gewesen, die er nun schon acht Jahren nutzt. Es ist einer von 15 Standorten im Landkreis Greiz, auf die er nach eigenen Angaben seine mehreren Hundert Bienenvölker verteilt hat. Das ist auch ein Grund n dafür, weshalb jetzt neben dem wirtschaftlichen Schaden – ein Bienenvolk sei etwa 300 Euro Wert und liefere Honig für 400 Euro im Jahr – vor allem die Unsicherheit den Bio-Imker umtreibt. Schließlich könne er nicht jeden der Standorte rund  um die Uhr im Blick haben.

Zumindest hat er nun an allen Plätzen Kameras installiert, die  hoffentlich von weiteren Taten abschrecken. Und er ist fest entschlossen, alles zu unternehmen, um die Bienendiebe zu erwischen. Deshalb hat er eine Belohnung von 1000 Euro ausgelobt für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen. „Das entspricht dem Wert der Völker und deren Behausungen.“

Was letztere angeht, so erklärt Ronny Kern, so hätten diese ein eher unübliches Maß, nämlich ein besonders großes. „Das heißt, dass man die Bienenvölker nicht einfach in Kisten mit den in unserer Region üblichen, kleineren Abmessungen umsetzen kann.“ Er hofft, dass die großen, mit einer Nummer versehenen Holzbehälter mit den selbsthergestellten Blechdeckeln auffallen.

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Meine Hoffnung ist, dass vielleicht jemand in den vergangenen Tagen mitbekommen hat, wie sein Nachbar plötzlich neue oder erstmals Bienenvölker bei sich aufstellt.“ Zeugen mit Hinweisen könnten sich an die Polizei, aber auch direkt an ihn wen- , den, sagt er. Die Polizei hatte Ronny Kern noch am Mittwoch eingeschaltet, diese hat nun die Ermittlungen aufgenommen, wie es im Polizeibericht heißt.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Greiz, Telefon: (03661) 62 10, zu melden. Den Bio-Imker selbst erreicht man unter Telefon (0170) 6 7445 75.

Quelle: OTZ 25. Nov. 2017, Ausgabe Zuelenroda, Seite 19